Lexikon

Wählen Sie den Anfangsbuchstaben aus der Liste aus:
Die entsprechenden Begriffserklärungen werden Ihnen unten alphabetisch angezeigt.
R
R | Rekristallisationsglühen

Das Rekristallisationsglühen ist eines der Verfahren der Wärmebehandlung von Stählen. Das Rekristallisationsglühen wird nach einer Kaltumformung durchgeführt, um den ursprünglichen Gefügezustand wieder herzustellen. Eine Kaltumformung, d.h. eine plastische Verformung bei einer Temperatur T [K] < 0,4 x Ts (Ts = Schmelztemperatur des umgeformten Werkstoffes in Kelvin) führt bei metallischen Werkstoffen zu einer Verfestigung des Werkstoffes. Es entstehen Gitterdefekte. Mit zunehmenden Umformgrad steigen die Festigkeitswerte an, die Zähigkeitswerte jedoch sinken. Soll die Festigkeitssteigerung rückgängig gemacht werden, wird das Rekristallisationsglühen angewendet. Bei einer Temperatur von 600° - 700° Celcius wird das Wachstum neuer Körner angeregt. Dadurch werden die bei der Kaltumformung entstandenen Gitterdefekte abgebaut. Der Werkstoff erhält seine Eigenschaften vor der Kaltumformung zurück.

Partner