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Was versteht man unter "Anlagenbau"?

Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine traditionelle Ingenieurwissenschaft, wobei der Anlagenbau ein Fachgebiet des Maschinenbaus darstellt. Der Anlagenbau ist einer der größten Industriezweige und Arbeitgeber in Deutschland. Die Stellung Deutschlands als hoch entwickelte Industrienation wird wesentlich vom Maschinen- und Anlagenbau geprägt. Im April 2007 konnte eine Zuwachsrate von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet werden.

Der Anlagenbau besitzt aufgrund der zunehmend automatisierten Herstellung komplexer Produkte ein sehr vielseitiges Einsatzgebiet. Ein Beispiel für den hoch entwickelten Anlagenbau ist die Automobilindustrie. Hier füllen großtechnische automatisierte Anlagen riesige Hallen oft komplett aus. Damit dies funktioniert beschäftigt sich der Anlagenbau ausführlich mit der Planung, Realisierung und Koordination dieser großtechnischen Anlagen. Eine Anlage besteht, je nach Größe, aus einer Vielzahl an Maschinen bzw. Sondermaschinen. Dabei werden die Methoden der Verfahrenstechnik angewandt.

Die mechanische Verfahrenstechnik behandelt die Wandlung stofflicher Systeme durch vorwiegend mechanische Einwirkung. Darunter versteht man die Umwandlung und den Transport mechanisch beeinflussbarere Systeme mittels mechanischer Kräfte. Zudem bedient sich der Anlagenbau der chemischen und thermischen Verfahrenstechnik.

Zu den weiteren Einsatzgebieten des Anlagenbaus gehören jegliche Bereiche der verarbeitenden Industrie, wie beispielsweise die Schwerindustrie, die Eisen- und Stahlindustrie, die Elektroindustrie, die Mineralölindustrie, die Papierindustrie, die Abfall- und Recyclingindustrie, die Textilindustrie, die Nahrungsmittelindustrie und viel mehr.

Für die Herstellung großtechnischer Anlagen ist ein gewisses Fachwissen nötig, das von Ingenieuren (m/w) und Technikern (m/w) der verschiedensten Fachbereiche dem Anlagenbau zur Verfügung gestellt wird. Der Anlagenbau bedient sich dabei der Bereiche Maschinenbau, Produktions- und Fertigungstechnik, Werkstofftechnik, Automatisierungstechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik, Messtechnik, etc.

Bereits bei der Erstellung des Anlagenkonzeptes sind je nach Anwendungsbereich verschiedene Merkmale der Anlage von Bedeutung. Dazu zählen u.a. Flexibilität, Geräteanbindung an die einzelnen Maschinen, Modularität, Miniaturisierung, Sensorintegration sowie Reinheitstauglichkeit.

Daraus ist zu folgern, dass für den Anlagenbau ein bedarfsorientiertes und wirtschaftliches Anlagenkonzept entwickelt werden muss. Um den wirtschaftlichen Nutzen der Anlage zu steigern, liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung von Werkzeugsystemen, Maschinen, Sondermaschinen und Gerätekomponenten für den automatisierten Einsatz. Damit die einzelnen Fertigungsprozesse und der Transport des zu bearbeitenden Guts in der Anlage geregelt ablaufen, müssen geeignete Anlagensteuerungssysteme implementiert werden, die das Zusammenspiel der Maschinen bzw. der Sondermaschinen koordinieren. Zu den weiteren Trends im modernen Anlagenbau zählen die enorme Präzision der Anlagen sowie die immer geringere Geräuschentwicklung, was bereits auf der Ebene der Maschinen realisiert werden muss.

Um diese Faktoren zu gewährleisten ist es wichtig, die auf die einzelnen Merkmale spezialisierten Lieferanten logistisch zu koordinieren, das heißt die Koordination von Informations- und Materialflüssen. Nur dadurch kann eine Anlage entwickelt, realisiert und schlussendlich in Betrieb genommen werden, die alle Kriterien des Pflichtenheftes sowie den terminlichen Zeitplan erfüllt. Eine effektive Methode für die Planung und Steuerung stellt auch für den Anlagenbau das Multiprojektmanagement dar. Ist die Anlage fertiggestellt, werden die vereinbarten Leistungen bei der Inbetriebnahme der Anlage überprüft.

Durch das Zusammenspiel all dieser Wettbewerbsfaktoren können sich für die fertige Anlage ein geringerer Verbrauch an Energie, geringere Entwicklungs- und Betriebskosten, eine höhere Betriebsgeschwindigkeit bei gleichbleibender Präzision und Qualität, sowie eine geringere Belastung des Bedienpersonals durch Lärm der Maschinen einstellen.

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