Jedes moderne Maschinenbau-Unternehmen ist auf eine funktionierende
IT-Infrastruktur angewiesen. Mit den täglichen kleineren IT-Pannen wie beispielsweise
Netzwerkproblemen kommen das Fachpersonal oder externe Dienstleister meist gut
zurecht, doch wie sieht es aus, wenn es ein größeres Problem gibt – wie etwa
einen umfangreichen Datenverlust? Die Praxis zeigt, dass dies nicht nur ein
unrealistisches, selten eintreffendes Negativszenario ist, sondern tatsächlich jederzeit
passieren kann.
Ein Beispiel: Infolge
eines technischen Problems im internen Firmennetzwerk ist plötzlich kein
Zugriff auf den Server mehr möglich. Da ein Unglück selten allein kommt, ist
gleichzeitig das Backup fehlerhaft. Das vermeintlich gewissenhaft und oft
automatisch durchgeführte Backup erweist sich im Ernstfall aus den
verschiedensten Gründen als nicht verwendbar, weil Daten korrupt abgespeichert
wurden oder der Datenträger selbst beschädigt ist. Die Diagnose lautet somit eindeutig
Datenverlust. Betroffen sein können in so einem Fall der gesamte Schriftverkehr der zurückliegenden Monate, also Briefe,
Angebote, Auftragsbestätigungen, Bestellungen, Ausgangsrechnungen und
Formatvorlagen. Ebenso würden produktionstechnische Daten wie technische Berechnungen,
Zeichnungen von Anlagen und Einzelteildarstellungen sowie
betriebswirtschaftliche Kalkulationen für die Fertigung fehlen. Damit wäre ein
Großteil der Informationen, die für den täglichen Betrieb
unerlässlich sind, nicht verfügbar. Ebenso kann es einen Kunden des
Maschinenbauers treffen. Gehen bei einer Anlage die für die Produktion
notwendigen Anwendungen verloren, dann steht beim Kunden die Produktion. Hier
ist eine besonders schnelle Lösung gefragt, insbesondere da die
Anlagenverfügbarkeit in der Regel seitens des Herstellers garantiert ist.
Die manuelle Wiederherstellung der fehlenden Daten wäre in jedem Fall nur
mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich – und dies auch nicht immer
vollständig. Die richtige Entscheidung im Ernstfall ist es daher, auf ein professionelles
Datenrettungsunternehmen wie etwa Kroll Ontrack in Böblingen zurückzugreifen. Der
Ablauf gestaltet sich dann in der Regel folgendermaßen: Nach einer ersten
Schilderung des Problems entscheidet der Kundenbetreuer, ob die Festplatte ins
Datenrettungslabor eingeschickt werden sollte. Der Ausbau des defekten
Datenträgers kann in Eigenleistung erfolgen. Die Festplatte wird dann, sicher
verpackt, per Kurier auf den Weg gebracht. Im Labor von Kroll Ontrack begutachten
Experten den Schaden und machen sich mit geeigneten Methoden ans Werk, um die
Daten auszulesen. Bei typischen Hardwaredefekten wie im beschriebenen Szenario sind
die Daten in der Regel noch vorhanden, können aber nicht wie gewohnt gelesen
werden. Die Datenrettungstechniker bearbeiten ein solches Medium im Reinraum,
je nach Art und Umfang werden eigens entwickelte Werkzeuge und Technologien eingesetzt,
um letztendlich doch an die Daten zu kommen. Selbst bei äußerlich deutlich
sichtbaren, groben Beschädigungen besteht eine hohe Chance, dass erfahrene
Fachkräfte einen großen Teil der Daten retten können. Bei der Öffnung der Festplatte
müssen die Datenrettungsingenieure penibel darauf achten, dass sich keine
Staubpartikel oder Kondenswasser auf der Oberfläche der Platten ablagern. Ziel bei
der Bearbeitung ist, die Daten wieder lesbar zu machen. Im Falle einer fehlerhaften
Server-Festplatte wie im Beispiel oben ist in den meisten Fällen eine
vollständige Rekonstruktion der Daten möglich.
Die wiederhergestellten Daten speichern die Datenretter bei Kroll Ontrack
auf DVD oder externer Festplatte, welche dem Kunden zurückgeschickt wird. Dort
angekommen, werden die Daten auf das System des Kunden übertragen und stehen so
dem Anwender wieder zur Verfügung. Vom Datenverlust bis zum erneuten
Einsatz vergehen in der Regel nur wenige Tage, was bei geschäftskritischen
Daten entscheidend ist. Wesentlich schneller geht es, wenn nur ein logischer
Fehler vorliegt und die Hardware intakt ist. Kroll Ontrack bietet in so einem
Fall auch eine Online-Datenrettung über sein patentiertes RDR-System (Remote
Data Recovery) an. Der Zugriff auf das Kundensystem erfolgt dabei über eine
gesicherte Internetverbindung. Egal welche Variante im Ernstfall zum Einsatz
kommt: Die Möglichkeiten der Datenrettung sind die beste Hilfe im Notfall, besser
für jedes Unternehmen ist jedoch Vorbeugung durch ein effektives Datensicherungskonzept
sowie einen funktionierenden Disaster-Recovery-Plan.